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Bundesschülerkonferenz: Krise der mentalen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

| Redaktion

Die Bundesschülerkonferenz hat am 31. Mai 2025 eine Kampagne gegen die Krise der mentalen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen lanciert.

Anlässlich eines Bildungskongresses in Berlin Anfang November erinnert die Konferenz an die Kampagne.

Der Generalsekretär der Konferenz, Quentin Gärtner, bezeichnet die Kampagne als "Notruf" Ungebremste psychische Belastungen könnten die Volkswirtschaft und Demokratie bedrohen. Zunehmend litten Schüler unter Angststörungen, Depressionen, Selbstverletzungen und Essstörungen. Das Deutsche Schulbarometer weise 21 Prozent der Jugendlichen als psychisch belastet aus.

Die Konferenz präsentiert einen Zehn-Punkte-Plan mit Forderungen nach mehr Schulsozialarbeitern, Psychologen, Fortbildungen für Lehrer und individueller Förderung. Zusätzlich werden längere Pausen, bessere Ganztagsmodelle und moderne Schulgebäude mit funktionalen Toiletten und Digitalausstattung gefordert. Diverse Verbände und Politiker unterstützen den Appell.

Der 10-Punkte-Plan der Bundesschülerkonferenz:

  • Mehr Personal in Schulsozialarbeit und im schulpsychologischen Dienst
  • Bessere Schulstrukturen: individuelle Förderung, mehr Pausen, Entlastung der Lehrkräfte, gute Ganztagsmodelle
  • Förderung von Medienkompetenz in allen Unterrichtsfächern
  • Mentale Gesundheit als Querschnittsaufgabe für alle Schularten und Unterrichtsfächer
  • Fortbildungen, die Lehrkräfte und pädagogisches Personal befähigen, sich den Herausforderungen psychischer Belastungen zu stellen
  • Gesundheitsförderung als Teil der Schulkultur etablieren mit Strategien zur Prävention und Früherkennung von psychischen und physischen Krankheiten (z.B. Angebote für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Einsatz schulgerechter digitaler Tools zur Unterstützung von mentaler Gesundheit)
  • Verbindliche Schutzkonzepte gegen Mobbing und Diskriminierung
  • Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wie Selbstregulation und Stressbewältigung im Unterricht und in außerunterrichtlichen Angeboten
  • Schulbauten mit Rückzugsräumen, guter Akustik, viel Licht und ausreichend Platz
  • Umfassende Begleitung, Unterstützung und Nachteilsvermeidung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie für junge Menschen in risikobehafteten Lebenssituationen.

Quellen:

Bundesschülerkonferenz

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