Heilsame Wirkung der Künste
Durch die Einbeziehung kunstbasierter Ansätze in das Gesundheitswesen und die Gesundheitspolitik können politische Entscheidungsträger im Gesundheits- und Sozialbereich auf der soliden und wachsenden Evidenzbasis aufbauen, die erstmals 2019 in dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Titel "What is the evidence on the role of the arts in improving health and wellbeing? A scoping review" skizziert wurde.
Im Jahr 2022 aktualisierte und erweiterte das Forschungsteam von CultureForHealth den Umfang des WHO-Berichts und fand 138 wissenschaftliche Studien über die Zusammenhänge zwischen Kultur und Gesundheit sowie 118 Studien über Kultur und subjektives Wohlbefinden, 131 Studien über Kultur und gemeinschaftliches Wohlbefinden und 12 Studien über die positiven Auswirkungen von Kultur bei COVID-19. Diese Erkenntnisse sind jedoch nicht allgemein bekannt, und es ist wichtig, in eine EU-weite Sensibilisierung für diese Fragen zu investieren.
Der Bericht zeigt, dass künstlerische Aktivitäten – Musik, Theater, Schreiben, Malen etc. – nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Erkrankungen) leisten können. Ziel des Berichts ist es, Gesundheitssysteme dazu zu ermutigen, Kunstangebote als ergänzende Maßnahme systematisch zu integrieren – also Kultur und Gesundheit zu verbinden, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu fördern.