Musaik – Grenzenlos musizieren
Als preisgekröntes soziales Musikprojekt nutzt Musaik musikalische Bildung als Weg zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, Integration und neuen Zukunftsperspektiven.
Derzeit musizieren rund 125 Kinder und Jugendliche aus über 17 Herkunftsnationen bis zu dreimal wöchentlich im Orchester – kostenfrei und unabhängig vom sozialen Hintergrund ihrer Familien. Unterstützt wird das Projekt dabei von der Staatskapelle Dresden, die als offizielles Partnerorchester musikalische Qualität und Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht.
Dass dieser Ansatz weit über musikalische Förderung hinaus wirkt, wurde letztes Jahr auch öffentlich gewürdigt: Musaik erhielt 2025 den Regine-Hildebrandt-Preis in der Kategorie Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung kultureller Teilhabe als Grundlage für soziale Gemeinschaft.
Gegründet wurde Musaik von den Musikpädagoginnen Luise Börner und Deborah Oehler aus der Überzeugung heraus, dass Bildungsgerechtigkeit auch kulturelle Bildung einschließt. Denn noch immer entscheidet das Einkommen der Eltern darüber, ob Kinder ein Instrument erlernen können. Musaik setzt hier bewusst an – mit intensiver musikalischer Begleitung, Ensemblearbeit und regelmäßigen öffentlichen Auftritten.
Im gemeinsamen Musizieren entstehen nicht nur Klangräume, sondern auch Beziehungsräume: Kinder erleben Selbstwirksamkeit, Teamgeist und Verantwortung. Musik wird so zu einem Ort der Gemeinschaft – und zu einer Kraftquelle, die weit über den Proberaum hinauswirkt.
Musaik zeigt eindrucksvoll, wie musikalische Bildung soziale Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zugleich stärken kann.