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Paracetamol und neurologische Entwicklungsstörungen

| Redaktion

Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft und neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern.

Mehr als 50 % der schwangeren Frauen weltweit nehmen Paracetamol (Acetaminophen) gegen Schmerzen oder Fieber ein. Eine qualitative Literaturanalyse kommt zum Ergebnis, dass pränatale Paracetamol-Exposition mit einem erhöhten Risiko für ADHS, ASD und andere neurologische Entwicklungsstörungen (NDDs) assoziiert ist.

Besonders während der Schwangerschaft ist das sich entwickelnde Gehirn des Fötus anfällig für Umweltfaktoren, da die Blut-Hirn-Schranke noch nicht vollständig ausgebildet ist. Die Autoren betonen, dass auch kleine Störungen in dieser Phase langfristige Auswirkungen haben können. Paracetamol wird als alternatives Schmerz- und Fiebermittel in der Schwangerschaft empfohlen, da andere Analgetika Risiken wie Fehlgeburten bergen. Dennoch empfehlen die Autoren, den Paracetamol-Konsum in der Schwangerschaft zu begrenzen, um das Risiko für NDDs zu minimieren.

Die Autoren fordern dazu auf, schwangere Frauen über die Risiken von Paracetamol aufzuklären.

Prada, D., Ritz, B., Bauer, A.Z. et al. Evaluation of the evidence on acetaminophen use and neurodevelopmental disorders using the Navigation Guide methodology. Environ Health 24, 56 (2025). https://doi.org/10.1186/s12940-025-01208-0