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Präventive Potenziale durch künstlerische Interventionen

| Redaktion

Eine systematische Analyse untersucht die Wirkungsweise von Ansätzen aus der Kunst-, Musik-, Theater- und Tanztherapie im schulischen Alltag.

Dazu wurden verschiedene Methoden kombiniert, wie ein Scoping Review (WHO), internationale Studien, eine Analyse bestehender Praxisprojekte sowie Expertenbefragungen, die durchgeführt wurden. Die Analysen – basierend auf 58 empirischen Studien (aus den Jahren 2005-2023) und 15 Praxisprojekten (Projekte, die bereits identifiziert und analysiert sind, und erfolgreich an Regelschulen laufen) – zeigen positive Wirkungen auf die psychische Gesundheit und die Resilienz von Schülern und Schülerinnen.

In drei moderierten Gruppen gaben Schulleitungen, Projektverantwortliche und Wissenschaftler Einblick in die realen Bedingungen des Gelingens und Hindernisse im Schulalltag.

Die meisten Projekte werden Grundschulkindern oder Kindern im Übergang auf weiterführende Schulen angeboten, wobei drei Projekte sich ausschließlich an Jugendliche richten. Der zeitliche Umfang der Interventionen variiert zwischen fünf Tagen und einem Jahr. In der Regel treffen sich die Teilnehmenden einmal in der Woche für eine bis zwei Stunden. Gearbeitet wird vorzugsweise in Kleingruppen oder Einzelsettings, um den benötigten geschützten Raum zu gewährleisten.

Die Angebote an den Schulen werden von schulexternen Fachkräften Künstlerischer Therapien konzipiert und geleitet und finden hauptsächlich an den Schulen statt.

Die untersuchten Projekte decken verschiedene Kunstformen ab:

Bildende Kunst (6 Projekte): hier steht das Arbeiten mit Materialien im Vordergrund, um innere Bilder sichtbar zu machen und die Selbstwirksamkeit zu stärken.

Musik (5 Projekte): musiktherapeutische Ansätze nutzen Instrumente und Rhythmus zur Affektregulation und Förderung der sozialen Interaktion.

Theater (3 Projekte): durch Rollenspiele werden soziale Kompetenzen und das Einfühlungsvermögen (Empathie) trainiert.

Tanz (1 Projekt): Körperorientierte Arbeit zur Stressreduktion und Verbesserung der Körperwahrnehmung.

Die Ergebnisse zeigen, dass kunstbasierte und künstlerisch-therapeutische Angebote ein wertvolles, niedrigschwelliges Instrument zur Stärkung der psychischen Gesundheit in der Lebenswelt Schule darstellen.

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