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Psychische Störungen weltweit seit 1990 nahezu verdoppelt

| Redaktion

Die Zahl der Menschen mit psychischen Störungen hat sich seit 1990 weltweit fast verdoppelt und liegt nun bei rund 1,2 Milliarden Betroffenen.

Psychische Erkrankungen sind damit die häufigste Ursache für Krankheitsjahre mit Behinderung (YLD), und machen mehr als 17 % der gesamten globalen Krankheitslast aus – noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Besonders stark betroffen sind Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren sowie Frauen jeden Alters. Hauptverursacher sind Angststörungen und depressive Störungen. Die Belastung variiert stark zwischen den Ländern und ist in wohlhabenden Regionen wie Australasien und Westeuropa besonders hoch.

Die Studie dazu wurde vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) in Zusammenarbeit mit der University of Queensland durchgeführt, analysierte zwölf psychische Störungen in 204 Ländern und Territorien von 1990 bis 2023 und ist am 21. Mai 2026 im Fachmagazin The Lancet erschienen. Weltweit rangieren Angststörungen auf Platz 11 und schwere depressive Störungen auf Platz 15 der 304 untersuchten Krankheiten und Verletzungen.

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