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Sport hilft gegen Depressionen und Angst

| Redaktion

Sportliche Betätigung kann Symptome von Depressionen und Angststörungen generell lindern.

Setting, Dauer und Intensität der körperlichen Aktivität spielen allerdings eine wichtige Rolle. Darauf weist ein aktuelles Umbrella-Review im British Journal of Sports Medicine hin.

Die australischen Forscher um Neil Richard Munro von der James Cook University in Townsville City haben dafür 63 systematische Übersichtsarbeiten mit insgesamt 81 Metaanalysen, 1.079 Primärstudien und über 79.500 Teilnehmenden ausgewertet. Körperliche Aktivität verringerte Depressionssymptome deutlich (standardisierte Mittelwertdifferenz SMD = –0,61) und Angstsymptome ebenfalls spürbar (SMD = –0,47).

Besonders wirksam erwies sich aerobes Training bei beiden Beschwerden. Die stärksten Effekte gegen Depressionen zeigten sich bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren sowie bei Frauen nach der Geburt. Gruppen- und betreute Sportangebote führten zu noch größeren Verbesserungen bei Depressionen.

Bei Angststörungen waren dagegen kürzere Einheiten mit niedrigerer Intensität am effektivsten.

Insgesamt bestätigt die Analyse, dass Sportinterventionen in allen Formaten und Parametern Symptome lindern können – unabhängig von Alter oder Schweregrad. Die Ergebnisse unterstreichen den Nutzen von Bewegung als ergänzende Maßnahme in der Behandlung von psychischen Belastungen.

Neil Richard Munro u. a. (James Cook University, Townsville), Effect of exercise on depression and anxiety symptoms: systematic umbrella review with meta-meta-analysis

https://bjsm.bmj.com/content/60/8/590 | DOI: 10.1136/bjsports-2025-110301