Studie zur frühkindlichen institutionellen Betreuung
Zukünftig wird es immer mehr auf die Qualität dieser Betreuung außerhalb des Elternhauses ankommen. Erstmals wird es nun in Kooperation mit dem Institut für integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke eine wissenschaftliche Studie zur Qualitätsentwicklung in den Betreuungseinrichtungen geben.
Basis der Untersuchung ist eine in Österreich und Deutschland durchgeführte und im Pädagogisch-therapeutischen Zentrum "der hof" Niederursel entwickelten Methode der Weiterbildung für PädagogInnen und BetreuerInnen in zahlreichen Krippeneinrichtungen.
Die Studie trägt den Titel "Qualitätsentwicklung und -sicherung durch Videografie und Weiterbildung in der Frühkindpädagogik". Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Kinder in institutioneller Betreuung gesund heranwachsen können.
Weitere Forschungsfragen befassen sich mit der Qualität der Fort- und Weiterbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte. Dabei wird untersucht, welche Schulungen Betreuungspersonen befähigen, eine angemessene Umgebung zu schaffen, um die individuelle Entfaltung von Kindern bestmöglich zu unterstützen. Als Reflexions- und Beratungsinstrument wird die Videografie eingesetzt sowie Wege zur erfolgreichen Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die pädagogische Praxis erforscht. Neben der Methode der Videografie kommen Fragebögen für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Weiterbildungsteilnehmende zum Einsatz. Die erhobenen Daten sollen mittels qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden ausgewertet und miteinander in Beziehung gebracht werden.
Das übergeordnete Ziel ist, die Qualität frühkindlicher Bildungseinrichtungen nachhaltig zu verbessern und die individuelle sowie selbstständige Entwicklung von Kindern in Waldorfkrippen zu fördern.