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WHO: Zunehmender Schuldruck, abnehmende familiäre Unterstützung

| Redaktion

Neue WHO-Studie zeigt besorgniserregende Trends beim Wohlbefinden von Jugendlichen in 44 Ländern auf.

Ein neuer Bericht, der von WHO/Europa und der Studie zum Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC-Studie) veröffentlicht wurde, offenbart eine besorgniserregende Abnahme sozialer Unterstützung für Jugendliche in Europa, Zentralasien und Kanada.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Nur 68 % der Jugendlichen berichten von einem hohen Maß an familiärer Unterstützung – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur vorherigen Umfrage aus dem Jahr 2018. Gleichzeitig hat der Druck in der Schule stark zugenommen, insbesondere für weibliche Jugendliche. Diese Trends wirken sich auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Millionen junger Menschen aus, insbesondere von älteren Jugendlichen und solchen aus weniger wohlhabenden Familien.

Der Bericht stützt sich auf Daten von insgesamt 279 117 Jugendlichen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren aus 44 Ländern und Regionen, die an der HBSC-Studie 2021/2022 teilgenommen haben. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die sozialen Determinanten von Gesundheit – die nicht-medizinischen Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen – im Rahmen eines umfassenden Ansatzes zur Unterstützung junger Menschen ins Visier zu nehmen. Um diese Probleme wirksam anzugehen, fordert der Bericht koordinierte Maßnahmen auf allen Ebenen – national, regional und kommunal –, um ein stärker unterstützendes Umfeld zu schaffen, Ungleichheiten abzubauen und die verschiedenen Systeme zu stärken, auf die junge Menschen angewiesen sind.

Die HBSC-Studie ist ein länderübergreifendes Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit WHO/Europa durchgeführt wird. Sie erfasst Eigenangaben von Jugendlichen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren über ihr Gesundheitsverhalten, ihr Wohlbefinden und ihr soziales Umfeld.

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