Zum Hauptinhalt springen

Bienenorangen und Ameisenkekse

Cecilia Eyssartier, Luis Monterubianesi |

Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten Klasse wird das Salutogeneseprogramm an der Freien Waldorfschule Bonn in der zweiten Klasse fortgeführt.

Bienen- und Ameisenepoche

 

 

Unsere kleine Samenfreundin Bonnie erwacht aus ihrem langen Winterschlaf und besucht die beiden zweiten Klassen unserer Schule. Gemeinsam mit den Kindern taucht sie tiefer in die faszinierende Lebenswelt der Bienen und Ameisen ein. Doch diesmal ist Bonnie nicht allein: An ihrer Seite sind die Biene Sabine und die Ameise Ami.

Sabine und Ami laden die Kinder zu sinnlichen Erlebnissen ein, die alle Wahrnehmungsbereiche ansprechen. Außerdem bringen sie zwei zur Jahreszeit passende Rezepte mit, die den Charakter der Epoche widerspiegeln: Sabines süße Bienenorangen und Amis Ameisenkekse.

Mit der Biene Sabine entdecken die Kinder die Gewürze Zimt, Sternanis und Nelken – sie riechen, fühlen und erkunden deren besondere Eigenschaften. Diese Gewürze werden anschließend zu Zutaten für selbstgemachte, in Honig eingelegte Orangen.

 

 

Die Ameise Ami wiederum bringt eine Vielfalt an Samen, Nüssen und Kernen mit. Diese werden fein gemahlen, sodass sie mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen sind. So wird der Geschmackssinn der Kinder besonders gefordert und geschult. Aus diesen Zutaten backen die Kinder gemeinsam Kekse, die sie am nächsten Tag zusammen zum Frühstück genießen. Selbstverständlich wurde dieses Frühstück durch eine große Vielfalt an frischem Obst und Gemüse, unterschiedliche Aufstriche sowie die allgegenwärtigen Sprossen ergänzt, die das gemeinsame Mahl abrundeten.

In Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der zweiten Klasse steht die Handlungspädagogik im Mittelpunkt, die davon ausgeht, dass Lernen besonders nachhaltig ist, wenn Kinder durch sinnvolles Tun erfahren, was sie nährt und stärkt. Nahrung wird dabei nicht nur theoretisch betrachtet, sondern mit allen Sinnen erlebt.

Gesundheit und Ernährung sind ein aktiver und wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses. Das gemeinsame Zubereiten und Essen stärkt die sozialen Bindungen innerhalb der Klassengemeinschaft und wirkt darüber hinaus in die Familien hinein. Die Kinder nehmen einen Teil der in der Epoche zubereiteten Speisen sowie die Rezepte mit nach Hause, um das Erlebte mit ihren Eltern zu teilen und gemeinsam zu wiederholen.

Aus Sicht des Salutogeneseprogramms ist es besonders wertvoll, die Erfahrung von vitaler, gesunder Nahrung in einer Atmosphäre der Freude zu machen. Auf diese Weise entstehen positive Erlebnisse – sowohl für das einzelne Kind als auch im Miteinander. Diese Freude bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger Alltagsgewohnheiten, die die Gesundheit langfristig unterstützen.

Sprossenschule ➤

Rezepte (Download PDF):

Ameisenkekse

Süße Bienenorangen